Der Ursprung von Bautzen ist die Ortenburg. Diese wurde zwischen 600 und 800 n. Chr. von den Sorben, einen Zweig der slawischen Völkerfamilie, besiedelt und zu einer Hauptburg (Gaues Milza) ausgebaut. Die Burg befindet sich oberhalb des Steilhanges und ist nach diesem zu offen, weil das Flußtal nach dieser Seite Schutz bietet. Nach der Landseite schützte die Burg ein Schloßgraben. Die Holz-Erde-Burg auf der Ortenburghöhe haben die Deutschen zur Zeit König Heinrichs I eingenommen und besetzt gehalten, so das sie zur Keimzelle Budisins, dem heutigem Bautzen wurde. Im Jahre 929 n. Chr. hatte Heinrich die Burg Meißen gegründet. Die Chronik berichtet, dass in den folgenden Jahren, spätestens 932 die Gau Milza eingenommen wurde, wobei unbedingt auch die Ur-Ortenburg in deutschen Besitz gelangt sein muß. Deshalb hatte Bautzen 1933 eine Jahrtausendfeier begangen. In der zweiten Hälfte festigte sich die deutsche Herrschaft weiter. Das Bistum Meißen wurde gegründet, dem unser Gebiet unterstand. Es herschte der Marktgraf von Meißen, er gebot als Herzog auch über Thüringen und der Böhmische Herzog war sein Vasall. Als der deutsche Kaiser Otto III starb, hatte er 1002 Aussicht dessen Nachfolger zu werden, jedoch wurde er noch im selben Jahr ermordet.
1002 ist auch das Jahr, in dem Bautzen erstmalig urkundlich erwähnt wird und zwar in der lateinisch geschriebenen Chronik des Bischof Thiemar von Merseburg. Dieser behauptet nicht, das der Ort jetzt gegründet sei, er nennt ihn eine "civitas", also ein bereits bestehendes, nicht unbedeutendes Gemeinwesen, eine stadtartige Siedlung. Auf dessen Grundlage feierte Bautzen im Jahr 2002 seine Jahrtausendfeier.
Begleiten Sie uns bei einem kleinen Stadtrundgang durch die Altstadt von Bautzen.
Reichenturm
Reichenstraße
Hauptmarkt
St. Petri Dom
Domstift St. Petri
Ortenburg mit Mathiasturm
Ruine der Nikolaikirche
Alte Wasserkunst und Michaeliskirche
Hexenhäusel
