Nun gelangen wir über die Schloßstraße zur Ortenburg. Diese Burg wurde durch Otto den I im Jahre 958 als Grenzfeste erbaut. Durch die strategisch gute Lage, auf dem zur Spree steil abfallenden Felsen galt die Burg als uneinnehmbar.



Wesentliche Teile des heutigen Aussehens gehen auf den König Mathias Corvinus zurück, welcher in den Jahren 1483 bis 1486 einen neuen, wehrhaften Bau errichten ließ.
König Mathias war von Bautzen so beeindruckt das er sich an dem Eingang zur Burg ein Denkmal erichten ließ. Seitdem der Turm das Abbild von König Mathias trägt heißt der Turm Mathiasturm.



Das Rellief wurde durch ein Bildhauer aus der Umgebung von Bautzen erschaffen.
Da Mathias Corvinus großen Wert auf Ähnlichkeit legte, mußte der Bildhauer Briccius Gausten mehrmals mit dem Kopf nach Budapest reisen. In den letzten 100 Jahren wurden von dem Denkmal mehrere Kopien gefertigt, welche in Ungarn und der Slowakei zu sehen sind.

In der Ortenburg befindet sich Heute das Oberverwaltungsgericht des Freistaates Sachsen.


Im Hof der Ortenburg befindet sich das Sorbische Museum. Auf Anordnung von 1779 zur Errichtung einer Salzniederlage in Bautzen wurde auf der Ortenburg 1782 das Salzmagazin errichtet. Nach Verlegung des Salzschankes 1834 in das Rathaus wirkten in diesem Haus ab 1835 das Königlich-Sächsische Appellationsgericht als oberste Justizbehörde der Oberlausitz sowie die Kreisdirektion und das Königliche Kreisamt. 1869 erfolgte ein Umbau des Gebäudes.
Das Appellationsgericht - 1879 in Landgericht umbenannt - arbeitete hier bis 1907. Der mit klassizistischen Wandbemalungen versehene Saal diente den Verhandlungen des Schwurgerichts. In der Zeit des Nationalsozialismus war das Gebäude Sitz der Gestapo. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren hier mehrere Wohnungen und verschiedene kreisliche Dienststellen untergebracht.



Neuerbaut wurde im Hof der Burg das Bautzener Puppentheater.
Hinter einer Glasfront sehen sie den Rietschelgiebel, erschaffen im Jahr 1840 für das erste Hoftheaters Sempers.



Wir verlassen die Ortenburg und sehen schon die
Ruine der Nikolaikirche